LET'S TALK ABOUT POLYURETHANE: Regenbekleidung / nachhaltige Mode / Greenwashing



Was ist eigentlich Polyurethan?

Polyurethan -kurz PU- bezeichnet eine Kunststoffgruppe, die als Hartschaum, Weichschaum, in flüssiger Form oder als Gießharz vorkommt. Im Alltag ist es überall zu finden.

Die Liste ist lang: Matratzen, Schuhsohlen, Fußböden, Autositze, Surfbretter, Rucksackträger, Pflaster, Skier, Kosmetik, Regenbekleidung und und und…


Eine PU Beschichtung kann Materialien stark wasserabweisend und komplett wasserdicht machen und verleiht dem Gewebe eine dauerhafte Wasserundurchlässigkeit.

Ein großer Nachteil von Polyurethan ist ohne Zweifel der Umweltaspekt. Denn PU ist sowohl in der Herstellung, als auch in der Entsorgung nicht unproblematisch.


Greenwashing

Immer wieder stößt man auf Modelabels, die „veganes Leder" verwenden und ihre Bekleidung und Accessoires als nachhaltige Mode bezeichnen. Schaut man jedoch mal genauer hin, ist dies nichts anderes als Polyurethan beschichtetes Material in Leder-Optik. Pours Studios empfindet dies als Greenwashing und verzichtet deshalb auf verschönende Begriffe für die Materialien, aus denen die Regenbekleidung gefertigt wird. Denn Polyurethan bleibt, was es ist: Polyurethan, auch wenn wir erwartungsvoll auf neue Alternativen hoffen!


Auch innovative „vegane" Ledervarianten wie beispielsweise Pinatex, das aus der Faser der Ananasblätter und somit aus dem Abfallprodukt der Ananasernte besteht, werden am Ende der Herstellungskette mit erdölbasiertem Kunststoff versiegelt. Somit gibt es auch hier keine Möglichkeit mehr, es biologisch abzubauen, wobei bereits an einer abbaubaren Alternative geforscht wird.



Hier eine kleine Liste „veganer Materialien" und deren Zusammensetzungen:

-Eukalyptusleder= 25% Eukalyptusblätter + 74% PVC

-Apfelleder/Weintraubenleder= Trester (Reste der Saftgewinnung) + Polyurethan

-Ananasleder/Piñatex= Ananasblätter + Polylacid


Less is more

In einer Diskussion zwischen den nachhaltigen Modeschöpferinnen Stella McCartney und Vivienne Westwood stellte sich einmal die Frage: was ist schlimmer? Echtes oder veganes Leder?

Oder stellt sich nicht eher die Frage: warum überhaupt Leder – ob echt oder fake – kaufen? Geht es hier rein um die Optik und den Look findet auch Pours Studios, dass man darauf auch das ein oder andere Mal verzichten kann und sich eventuell auch Teile aus anderen Materialien von nachhaltigen Modelabels gönnen könnte.


Was aber, wenn man eine Funktionalität, also Regenbekleidung sucht? Dann ist die Auswahl an nachhaltigen Materialien sehr, sehr klein oder erst gar nicht vorhanden. In diesem Fall stimmt Pours Studios beiden Modedesignerinnen zu: weniger kaufen, das lange hält und vor allem lange gefällt, denn noch ist die Forschung ganz am Anfang für eine nachhaltigere Alternative für wasserfeste Materialien.


Welche Alternativen es gibt, wie es mit recyceltem PU aussieht und was die Forschung da gerade so treibt, erfährst du bald in einem neuen Blogeintrag. Wenn du diesen nicht verpassen möchtest, kannst du den Newsletter abonnieren.


Schau dir doch mal die zeitlose Regenbekleidung von Pours Studios an, die du sicherlich zu jedem Anlass tragen kannst:















INFO: Eine vegane Lederjacke kann nicht als Regenbekleidung getragen werden, auch wenn dasselbe Material verwendet wird. Beim Verarbeiten verletzt die Nähnadel das Material und somit ist die Jacke nicht mehr wasserdicht. Pours Studios verhindert dies durch spezielles Nahtabdichtungsband, das auf alle Nähte der Regenbekleidung aufgebracht wird.

INFO: Materialien wie Pinatex oder Apfelleder eignen sich nicht für die Regenbekleidung von Pours Studios, da diese zwar wasserabweisend, jedoch nicht langfristig wasserfest sind. Somit entsprechen diese nachhaltigeren Materialien nicht den Anforderungen des Modelabels.


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